Ohne verlässliche Partner wäre manches nicht möglich, was Alzey als Stadt ausmacht. Der Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis gehört dazu – seit 1986 einer der kulturellen Höhepunkte der Region. Er zeichnet deutschsprachige Autorinnen und Autoren aus, die dem sprachlichen Erbe der in Alzey geborenen Schriftstellerin würdig folgen. Dass dieser Preis auch 2027 vergeben werden kann, ist der Volksbank-Stiftung zu verdanken: Sie stiftet das Preisgeld in Höhe von 8.500 Euro.
Bürgermeister Steffen Jung nutzte die diesjährige Spendenübergabe, um sich persönlich zu bedanken: „Der Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis ist für die Stadt Alzey von großer kultureller Bedeutung. Dass die Finanzierung des Preisgeldes gesichert ist, gibt uns die nötige Planungssicherheit – und dem literarischen Beirat den Rücken frei, sich vollständig auf die Auswahl des Preisträgers für 2027 konzentrieren zu können."
Elisabeth Langgässer – eine Alzeyer Stimme von Weltrang
Elisabeth Langgässer wurde am 23. Februar 1899 in Alzey geboren. Sie zählt zu den bedeutendsten christlich geprägten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Bekannt ist sie für ihre Lyrik, ihre Erzählungen und ihr von christlichem Denken durchdrungenes Gesamtwerk. Seit 1986 würdigt die Stadt Alzey ihr Erbe mit dem nach ihr benannten Literaturpreis, der alle drei Jahre verliehen wird – stets rund um ihren Geburtstag am 23. Februar. Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger sind unter anderem Christa Wolf, Ulla Hahn, Rafik Schami und Daniel Kehlmann. Derzeit wählt der vom Stadtrat autorisierte literarische Beirat den Preisträger für 2027 aus.
Auch die Feuerwehren profitieren
Neben dem Kulturpreis fließt der Großteil der diesjährigen Spende in die Feuerwehren im Geschäftsgebiet der Bank. Der Fokus liegt hier insbesondere auf den Jugendfeuerwehren. Auch hier dankte Bürgermeister Steffen Jung der Volksbank-Stiftung ausdrücklich: "Wer junge Menschen früh für das Ehrenamt begeistert und die Arbeit der Wehren so unterstützt, der investiert in die Sicherheit von morgen und damit in die Gemeinschaft."
Die Übergabe fand in diesem Jahr erstmals nicht in den Räumen der Bank statt, sondern bei einem der Spendenempfänger: Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Alzey öffnete ihren Sitzungssaal – und Wehrleiter Joachim Ganz führte die Gäste durch die Feuerwache.
Insgesamt stellt die Stiftung der Volksbank Alzey-Worms in diesem Jahr 58.500 Euro für gemeinnützige Projekte bereit. Seit ihrer Gründung vor über zwei Jahrzehnten setzt sie damit ein klares Zeichen: Regionale Verantwortung endet nicht an der Banktheke. Die Stiftung begleitet Projekte in der Region.

