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Neues Grün am Scheu-Denkmal: Stadt Alzey wertet Eingang zur Innenstadt auf


Seit Anfang Mai zeigt sich das Areal am Scheu-Denkmal in der Klosterstraße mit neuem Gesicht: Direkt an der alten Stadtmauer, im Übergang zur Paeseler-Anlage, hat die Stadt Alzey die Grünfläche umfassend neugestaltet. Wo die Bepflanzung zuletzt lückig und wenig einladend wirkte, entsteht nun ein arten- und blütenreicher Bereich, der dem besonderen Ort deutlich besser gerecht wird.

Das Scheu-Denkmal erinnert an den Alzeyer Rebenzüchter Georg Scheu. Nach ihm ist die in Alzey gezüchtete Scheurebe benannt, die bis heute weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Auch das Weinfest „Scheu Time“ greift diese besondere Verbindung zwischen Alzey, Weinbau und Stadtgeschichte auf.

Doch nicht nur die Bedeutung des Rebenzüchters spielt bei dem umgestalteten Areal eine Rolle: Die Grünfläche liegt auch an einem wichtigen Punkt im Innenstadtbereich. Durch die Bushaltestelle Klosterstraße sowie die angrenzenden Parkmöglichkeiten ist das Areal im Schatten der Stadtmauer für viele Besucherinnen und Besucher einer der ersten Anlaufpunkte in der Innenstadt. Auch Tourist Information, Museum, Steinhalle und der nördliche Zugang zur Fußgängerzone befinden sich in direkter Nähe. Entsprechend wichtig ist der erste Eindruck an dieser Stelle – gerade bei Gästen, die die Volkerstadt zum ersten Mal besuchen.

„Georg Scheu und die Scheurebe gehören fest zu Alzey. Deshalb freut es mich sehr, dass das Scheu-Denkmal nun einen Rahmen bekommt, der diesem Ort gerecht wird“, sagt Bürgermeister Steffen Jung. „Gleichzeitig schaffen wir mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität und mehr Artenvielfalt mitten in der Stadt Alzey. Das ist ein Gewinn für alle, die hier ankommen, vorbeigehen oder bewusst einen Moment stehen bleiben.“

Möglich wurde die Umgestaltung durch das Förderprogramm „Innenstadtimpulse“ des Landes Rheinland-Pfalz. Das Land bezuschusst die Maßnahme mit 90 Prozent. Die geplanten Kosten liegen bei rund 18.000 Euro, der Eigenanteil der Stadt Alzey beträgt damit etwa 1.800 Euro.

Bei der Neugestaltung stand ein sensibler Umgang mit dem vorhandenen Baumbestand und der historischen Stadtmauer im Mittelpunkt. Der alte Strauchbewuchs wurde entfernt und durch eine standortgerechte, abwechslungsreiche Bepflanzung ersetzt. Gepflanzt wurden unter anderem verschiedene Astern, Glockenblumen, Bergenien, Herbst- und Waldanemonen, Akeleien, Storchschnabel, Gräser und Farne. Hinter dem Scheu-Denkmal ergänzt künftig eine Reihe Eiben die Gestaltung, die als Formhecke geschnitten wird.

Für den Frühling sind außerdem Zwiebelpflanzen wie Osterglocken und Traubenhyazinthen vorgesehen. Sie werden im Herbst gesetzt und sollen in den kommenden Jahren immer wieder austreiben. So verändert sich die Fläche im Jahreslauf und bietet über viele Monate hinweg Blüten, Struktur und Lebensraum für Insekten.

Begleitet wurde das Projekt von der städtischen Sachgebietsleiterin für Umwelt und Klimaschutz, Michaela Drossard, die sich für mehr Grün und Artenvielfalt im Herzen der Stadt Alzey einsetzt. „Uns war wichtig, nicht einfach nur neu zu bepflanzen, sondern eine Fläche zu schaffen, die dauerhaft funktioniert“, erklärt Michaela Drossard. „Die Auswahl der Pflanzen ist auf den Standort abgestimmt: Schatten durch Bäume und Stadtmauer, unterschiedliche Blühzeiten und robuste Arten, die auch ökologisch etwas leisten. So entsteht ein lebendiger Stadtraum, der schön aussieht und zugleich Insekten Nahrung bietet.“

Mit der Aufwertung des Areals setzt die Stadt Alzey ein weiteres Zeichen für eine attraktivere Innenstadt. Kleine, gezielte Maßnahmen können viel bewirken: Sie verbessern das Stadtbild, machen zentrale Orte einladender und stärken zugleich die Biodiversität im urbanen Raum.

„Die Umgestaltung zeigt, wie wir mit überschaubarem Eigenanteil und guter Förderung sichtbare Verbesserungen erreichen können“, so Bürgermeister Steffen Jung. „Ich danke dem Land Rheinland-Pfalz für die Unterstützung und allen, die an der Planung und Umsetzung beteiligt waren.“

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