Zwei Tage, rund 130 Darstellerinnen und Darsteller, jede Menge Geschichte zum Anfassen – und strahlender Sonnenschein dazu: Das Alzeyer Römerfest 2026 war ein Erfolg auf ganzer Linie. Rund um das Alzeyer Schloss erwachte der Vicus Altiaia einmal mehr zu neuem Leben und entführte rund 5.000 Besucherinnen und Besucher aus nah und fern in die Welt vor rund 2.000 Jahren.
Gladiatorenkämpfe, historische Vorführungen der Reiter Roms, römische Artillerie, Greifvogelflugschauen und authentische Einblicke in Handwerk, Weinbau und Alltagsleben sorgten für Begeisterung auf dem gesamten Festgelände. Die Mischung aus Spektakel und Sachkenntnis, aus Vorführung und Mitmachaktion traf dabei einmal mehr genau den Nerv der Gäste. Besonders der Sonntag zeigte sich von seiner stärksten Seite: Mit rund 2.500 zahlenden Gästen – plus sehr vielen Kindern – war er der stärkste Festtag des Wochenendes.
Weite Anreise, große Begeisterung
Ein Blick auf die Autokennzeichen auf den Parkplätzen rund um die Innenstadt erzählte in diesem Jahr eine besondere Geschichte: Das Römerfest zieht immer weitere Kreise. Besucherinnen und Besucher aus dem Hunsrück, aus Baden-Württemberg und darüber hinaus machten sich auf den Weg nach Alzey – ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Veranstaltung als Highlight weit über die Region hinaus einen Namen gemacht hat. Auch wenn die Gesamtbesucherzahl 2026 leicht unter dem Rekordergebnis von 2024 liegt, ist das Signal eindeutig: Das Römerfest wächst in seiner Bekanntheit und gewinnt bei jeder Auflage neue Fans – nicht nur unter den Gästen, sondern auch unter den Gruppen, die das römische, keltische und germanische Leben vor 2.000 Jahren mit viel Leidenschaft und Herzblut vermitteln.
Besonders ins Auge fiel der hohe Familienanteil unter den Gästen. Wer durch die Besucherreihen schaute, sah überall strahlende Kinderaugen – bei den Gladiatorenkämpfen, an den Mitmachstationen und mitten im Keltendorf. Die Angebote für Kinder wurden noch stärker angenommen als beim letzten Römerfest: Über 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zählte die Römer-Rallye – ein deutliches Plus gegenüber 2024.
Das Keltendorf: Eine neue Facette für das Fest
Eine der spannendsten Neuerungen des Römerfestes 2026 war das Keltendorf im Schlosshof – und es hat voll überzeugt. Knochenschnitzerei, Glasperlenschmuck, germanisches Handwerk und keltische Alltagskultur eröffneten eine neue Perspektive auf die Antike und zeigten: Die Geschichte der Region war vielschichtiger, als es manches Geschichtsbuch vermuten lässt. Das Interesse der Besucherinnen und Besucher war groß – die Kelten und Germanen im Schlosshof zählten zu den echten Publikumslieblingen des Wochenendes.
Auch die weiteren Programmpunkte überzeugten auf ganzer Linie: Die Reiter Roms und die Gladiatorenkämpfe waren wie gewohnt bestens besucht und sorgten für Stimmung in der Arena. Die Greifvogelflugschau zog alle Blicke auf sich, und das Weintraubentreten war – vor allem bei den jüngeren Gästen – ein echtes Highlight. Kulinarisch blieben ebenfalls keine Wünsche offen: frische Backwaren aus dem Steinofen, Grillspezialitäten und Wildschwein-Spezialitäten für alle, die sich einmal wie Obelix fühlen wollten.
Auftakt schon am Samstag auf dem Wochenmarkt
Noch bevor das Festgelände am Schloss in vollem Gange war, machte das Römerfest bereits auf dem Alzeyer Wochenmarkt auf sich aufmerksam. Im Rahmen eines Markt-Events am Samstagmorgen sorgte eine kleine römische Militärabordnung für ordentlich Radau auf dem Obermarkt – und für großes Staunen bei den Marktbesucherinnen und -besuchern. Neben dem Angebot der Marktwinzer gab es kostenlosen Mulsum zum Probieren: der römische Gewürzwein als stimmungsvolle Einstimmung auf das große Fest.
Begeisterte Gäste, zufriedene Römer
Bürgermeister Steffen Jung zieht ein rundum positives Fazit: „Das Römerfest 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie lebendig und anziehend die Geschichte unserer Stadt ist. Die Rahmenbedingungen haben gestimmt, das Wetter war fantastisch – und die Begeisterung der Gäste, besonders der vielen Familien mit Kindern, war überall zu spüren. Mein herzlicher Dank gilt allen Darstellerinnen und Darstellern, dem Organisationsteam sowie allen Beteiligten, die dieses Fest wieder zu etwas ganz Besonderem gemacht haben."
Auch die teilnehmenden Gruppen und Schausteller sind rundum zufrieden und kommen gerne wieder nach Alzey. Das bestätigt, was sich bereits 2024 abgezeichnet hat: Die Atmosphäre am Alzeyer Schloss, das neugierige und herzliche Publikum und die Liebe zum Detail machen den Unterschied – und sorgen dafür, dass viele das Alzeyer Römerfest zu den schönsten seiner Art in Deutschland zählen.
2027: Die Volkerstadt feiert 750 Jahre Stadtrechte
Nach drei erfolgreichen Römerfesten seit dem 1800. Geburtstag der Stadt gibt es 2027 eine kleine römische Pause – und das aus gutem Grund: Alzey feiert im kommenden Jahr 750 Jahre Stadtrechte. Dieses außergewöhnliche Jubiläum katapultiert die Volkerstadt in die Zeit vor 750 Jahren – mitten ins Mittelalter. Die Vorbereitungen laufen bereits, und schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Feierlichkeiten im kommenden Jahr dem Römerfest in nichts nachstehen werden.
„750 Jahre Stadtrechte – das ist ein Meilenstein, den wir gebührend feiern werden", sagt Bürgermeister Steffen Jung. „Alzey hat eine unglaublich reiche Geschichte, und 2027 rücken wir ein weiteres spannendes Kapitel davon ins Rampenlicht."
Weitere Informationen rund um das 750-Jahr-Jubiläum folgen im Herbst dieses Jahres.

