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Neue Anlage auf dem Baubetriebshof: Solar-Turbo der Stadt Alzey spart jährlich 60.000 Euro


Nachhaltigkeit trifft Wirtschaftlichkeit: Auf den Dächern des städtischen Bauhofs produziert ab sofort eine Photovoltaik-Anlage mit einer beachtlichen Leistung von rund 133 kWp klimafreundlichen Strom. Es ist das letzte Projekt, das im Rahmen des KIPKI-Förderprogramms in Alzey realisiert wurde.

Das Besondere an dieser Anlage ist ihre spezifische Ausrichtung: Die Module sind vor allem nach Süd und West ausgerichtet. Damit wird insbesondere von mittags bis abends Energie gewonnen. Dank des Strombilanzkreismodells wird der erzeugte Strom bilanziell dort genutzt, wo er innerhalb der städtischen Liegenschaften gerade benötigt wird. Das vermeidet ungenutzte Überschüsse und hilft der Stadt dabei, in ihren gesamten Gebäuden die Stromrechnungen möglichst gering zu halten. Das schafft finanziellen Spielraum für weitere Maßnahmen in Klimaschutz und Infrastruktur und Wärmepumpen in den nächsten Jahren.

Maximale Förderung, minimaler Eigenanteil

Die finanzielle Bilanz der gesamten Solar-Offensive ist beeindruckend. Für alle seit 2024 installierten PV-Anlagen, die durch das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) des Landes Rheinland-Pfalz mit über 500.000 Euro unterstützt wurden, musste die Stadt lediglich einen Eigenanteil von rund 5.000 Euro aufbringen.

Dem gegenüber steht eine enorme Entlastung des Haushalts: Die erwarteten vermiedenen Stromkosten durch die neuen Anlagen belaufen sich auf stolze 60.000 Euro pro Jahr.

Die Erfolgsbilanz: Solarleistung massiv gesteigert

Der Blick auf die nackten Zahlen belegt das enorme Tempo der Alzeyer Solar-Offensive seit dem Jahr 2023:

  • Zum Start der Alzeyer PV-Offensive im Jahr 2023 beläuft sich die stadteigene Gesamtleistung von PV auf kommunalen Dächern auf 36 kWp.
  • Heute beläuft sich die Gesamtleistung auf beeindruckende 557 kWp - das entspricht etwa der fünfzehnfachen Leistung.
  • Wirtschaftlichkeit: Durch den Verzicht auf externe Fachplanung (Umsetzung durch Klimaschutzmanager Marcel Klotz und Sebastian Mann vom Technischen Gebäudemanagement) und die hohe Förderquote ist jedes installierte Modul ein direkter Gewinn für die Stadtkasse.

Ausblick: Die Sonne als verlässlicher Partner

Doch das Ende der ersten Solar-Offensive beendet nicht die Bestrebungen der Stadt: Um auch künftig stark vom wirtschaftlichen Nutzen eigener PV-Anlagen zu profitieren, sind weitere Projekte bereits fest eingeplant. So werden Photovoltaik-Systeme standardmäßig bei Neubauten, wie dem kommenden Quartierszentrum, sowie bei Sanierungen, etwa auf dem Dach der Turnhalle der Albert-Schweitzer-Schule, integriert.

„Die Investitionen zahlen sich bereits jetzt massiv aus“, erklärt Klimaschutzmanager Marcel Klotz. „Mit einem Eigenanteil von nur 5.000 Euro generieren wir jährliche Ersparnisse von geschätzt 60.000 Euro. Das ist angewandter wirtschaftlicher Klimaschutz, der den städtischen Haushalt langfristig und spürbar entlastet.“

Bürgermeister Steffen Jung ergänzt: „Wir investieren konsequent in die Unabhängigkeit von fossilen Energien. Mithilfe des Strombilanzkreismodells können wir den Solarstrom effizient im gesamten Stadtgebiet nutzen. Ob beim Bauhof oder künftig an unseren Schulen – wir machen Alzey Schritt für Schritt unabhängiger und zukunftsfest, und das auf wirtschaftlich sehr sinnvolle Art und Weise. Das ist eine große Leistung, auf die wir als Verwaltung und Stadt zurecht sehr stolz sein dürfen! “

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