Die Stadt Alzey arbeitet weiter an Verbesserungen für den Radverkehr. Grundlage dafür sind politische Beschlüsse, fachliche Prüfungen und der regelmäßige Austausch mit den Beteiligten vor Ort. Unter Federführung der Stadtplanung und auf Grundlage der Beratungen im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Klimaschutz verfolgt die Stadt Alzey das Ziel, den Radverkehr sicherer und alltagstauglicher zu machen – mit Maßnahmen, die sinnvoll, praktikabel und rechtssicher umsetzbar sind.
Parallel dazu arbeitet die Stadt Alzey an der Fortschreibung des Mobilitäts- und Verkehrskonzept, das wichtige Grundlagen für die weitere Entwicklung in diesem Bereich schaffen soll. Gleichzeitig wartet die Stadt Alzey nicht auf den Abschluss dieses Konzepts, sondern bringt auch bereits heute konkrete Maßnahmen auf den Weg, wo dies rechtssicher möglich ist.
Konkrete Maßnahmen
„Wir wollen beim Radverkehr in der Stadt Alzey Schritt für Schritt vorankommen. Dazu gehören konkrete Verbesserungen im Alltag, wie das Halteverbot in der Donnersbergstraße, das den Verkehrsfluss für Radfahrende verbessert. Genauso wichtig ist aber auch eine ehrliche Einordnung dessen, was rechtlich möglich ist und was nicht – schließlich sind wir als Stadt am Ende dafür haftbar “, sagt Bürgermeister Steffen Jung. „Wichtig ist uns dabei der konstruktive Austausch mit allen Beteiligten.“
Die Stadt Alzey steht hierzu auch weiterhin im regelmäßigen Dialog mit der Alzeyer ADFC-Ortsgruppe. Mehrere Maßnahmen sind bereits beschlossen und befinden sich in der Umsetzung oder in der abschließenden Vorbereitung. Dazu gehören die Öffnung der Schlossgasse für den Radverkehr in beide Richtungen, weitere Schritte in der Weinheimer Landstraße sowie die Abwägung von Tempo 30 in der Ernst-Ludwig-Straße.
Bereits umgesetzte Schritte
Neben diesen größeren Punkten hat die Stadt Alzey in den vergangenen Monaten auch verschiedene kleinere Maßnahmen umgesetzt, die den Radverkehr im Stadtgebiet stärken soll. Dazu zählen unter anderem Beschilderungen, verkehrsrechtliche Anpassungen und punktuelle Verbesserungen für den Radverkehr im Straßenraum. Beispiele dafür sind Hinweise zur Freigabe für den Radverkehr in Sackgassen oder zur Abbiegemöglichkeit, das Halteverbot in der Donnersbergstraße oder die Optimierung eines Sperrpfostens in der Gartenstraße. Auch zusätzliche Fahrradabstellmöglichkeiten wurden seit 2024 sinnvoll im Stadtgebiet ergänzt.
Gleichzeitig macht die Stadt Alzey deutlich: Nicht jede vorgeschlagene Maßnahme kann unmittelbar umgesetzt werden. Gerade bei Tempo-30-Regelungen, Änderungen an der Verkehrsführung oder Eingriffen in den ruhenden Verkehr gelten klare rechtliche Vorgaben. Deshalb prüft die Verwaltung jede Maßnahme sorgfältig. Wo die rechtliche Grundlage fehlt, kann die Stadt Alzey keine entsprechenden Anordnungen treffen.
Grenzen und Abwägungen
Hinzu kommen die besonderen Rahmenbedingungen einer gewachsenen Stadt. Die Stadt Alzey ist in vielen Bereichen durch eine dichte Bebauung, enge Straßenräume und die Struktur der Altstadt geprägt. Hohe Verkehrsdichte, begrenzte Straßenbreiten und bestehende Nutzungen setzen der Umgestaltung mancher Bereiche räumliche Grenzen. Auch das muss bei jeder Planung mitgedacht werden.
Bei der weiteren Entwicklung des Radverkehrs müssen deshalb unterschiedliche Interessen berücksichtigt werden. Neben dem Radverkehr spielen auch Fußverkehr, Erreichbarkeit für Anwohnerinnen und Anwohner, Lieferverkehre, Gewerbe und Parkraumnutzung eine wichtige Rolle. Besonders beim Thema Parkplätze braucht es deshalb politische Abwägungen.
Umsetzung und Ausblick
„Der ADFC bringt wichtige Hinweise aus Sicht des Radverkehrs ein. Gleichzeitig ist es Aufgabe von Verwaltung und Politik, die Belange aller Verkehrsteilnehmenden – von Fußgängerinnen und Fußgängern über Radfahrerinnen und Radfahrer bis zu Autofahrerinnen und Autofahrern – im Blick zu behalten und daraus tragfähige Entscheidungen für die gesamte Stadt zu entwickeln“, so Bürgermeister Steffen Jung.
Ein weiterer Punkt ist die Umsetzungsgeschwindigkeit. Viele Maßnahmen lassen sich nicht von heute auf morgen realisieren, weil sie Planung, Abstimmung und rechtliche Prüfungen erfordern – teilweise auch mit übergeordneten Behörden. Hinzu kommt, dass die zuständigen Bereiche in Ordnungsamt und Tiefbau neben diesen Projekten auch zahlreiche kommunale Pflichtaufgaben erfüllen. Die Stadt Alzey arbeitet dennoch daran, beschlossene Maßnahmen Schritt für Schritt voranzubringen und zugleich kurzfristig umsetzbare Verbesserungen nicht aus dem Blick zu verlieren.
Nächster Austausch
Der nächste Austausch zwischen der Stadt Alzey und dem ADFC ist bereits terminiert und findet am 6. Mai 2026 statt. „Der Radverkehr ist ein wichtiger Baustein für die Mobilität der Zukunft in Alzey. Gleichzeitig geht es immer um das Zusammenspiel aller Verkehrsarten. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen gute Mobilität für morgen gestalten und dabei Schritt für Schritt das möglich machen, was sinnvoll, rechtlich tragfähig und vor Ort umsetzbar ist“, so Bürgermeister Steffen Jung abschließend.

