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Startschuss fürs Stammgleis: Vorarbeiten für neuen Radweg haben begonnen


Der Startschuss ist gefallen. Auf dem ehemaligen Stammgleis im Industriegebiet haben die Rodungsarbeiten als Vorbereitung für den Radwegeausbau begonnen. Bürgermeister Steffen Jung hat sich gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums und des Landesbetriebs Mobilität Rheinland-Pfalz, dem Landtagsabgeordneten Heiner Illing sowie Mitarbeitenden der Stadt vor Ort ein Bild vom aktuellen Stand gemacht und sich über die nächsten Schritte informiert.

Über die Entwicklung der 1986 stillgelegten Bahntrasse wurde seit Jahren gesprochen. Jetzt wird angepackt. Die Hecken und Gehölze wurden bereits entfernt, in den kommenden Tagen wird der Grünschnitt gehäckselt. Damit liegt die Trasse frei und der Weg ist geebnet für ein Projekt, das den Radverkehr in Alzey spürbar verbessern wird.

Der Selztalradweg soll künftig nicht mehr über die Justus-von-Liebig-Straße und über die gefährliche Querung in der Senke der Karl-Heinz-Kipp-Straße in die Kernstadt führen. Nach dem Ausbau wird er über die ehemaligen Bahngleise entlang der Robert-Bosch-Straße unter der vielbefahrenen Karl-Heinz-Kipp-Straße hindurch in Richtung Innenstadt verlaufen. Das ist ein echter Zugewinn an Sicherheit und macht den Umstieg auf das Rad noch bequemer. Bei der Maßnahme handelt es sich um ein zentrales Element des Radverkehrskonzepts des Landkreises und um einen schon lange gehegten Wunsch der Stadt Alzey. Die neue Radwegeverbindung erleichtert das Pendeln zu den im Industriegebiet ansässigen Betrieben erheblich. Und auch touristisch bietet die neue Wegeverbindung einen deutlichen Mehrwert.

Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt betont: „Solche Projekte zeigen, wie kluge Infrastrukturplanung gleich mehrere Ziele verbindet: mehr Verkehrssicherheit, eine bessere Anbindung für Unternehmen und ein starkes Signal für nachhaltige Mobilität. Das Land unterstützt diese Entwicklung gerne im Rahmen des Förderprogramms ‚Stadt und Land‘.“

Auch der Bürgermeister macht deutlich, wie bedeutend dieser Schritt für die Stadt, die Wirtschaft und die umliegenden Gemeinden ist: „Der Radweg auf dem Stammgleis ist ein Meilenstein für Alzey. Wir entschärfen eine unglückliche Verkehrssituation und schaffen gleichzeitig eine attraktive Verbindung zwischen Umland, Industriegebiet und Innenstadt. Dass wir nun mit den ersten Arbeiten beginnen, ist ein starkes Zeichen.“

Bis zur geplanten Freigabe im Frühjahr 2027 liegt noch Arbeit vor allen Beteiligten. Zunächst werden die Mauer- und Zauneidechsen, die sich im Gebiet der alten Bahnlinie angesiedelt haben, fachgerecht umgesiedelt. Im Spätjahr beginnen dann die eigentlichen Bauarbeiten. Gleise werden zurückgebaut, das Gelände für einen barrierefreien Ausbau vorbereitet und anschließend der Radweg gebaut. Dabei spielt Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. So soll der Schotter unter den Bahnschwellen möglichst vor Ort verbleiben und als Unterbau für den neuen Weg dienen. 

Und der Blick geht bereits einen Schritt weiter: Die Betriebe im Industriegebiet wünschen sich, die Trasse perspektivisch noch weiter auszubauen. Eine durchgängige Verbindung vom Bahnhof über das Industriegebiet bis in die angrenzenden Gemeinden wäre der nächste große Schritt. „Das ist derzeit noch Zukunftsmusik, aber mit dem jetzigen Start des Umbaus gehen wir schon jetzt in die richtige Richtung“, so Jung weiter.

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