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Klimaschutz

Klimaschutz als Wettbewerbsvorteil: Alzeyer Unternehmen setzen auf erneuerbare Energien


Analyse des Status quo: Wirtschaft bereits aktiv

Die Befragung, an der Unternehmen verschiedenster Branchen – von IT über Pharma bis zum Einzelhandel – teilnahmen, zeigt ein klares Bild: Die Alzeyer Wirtschaft ist bereits in Bewegung. Nahezu flächendeckend wurde bereits auf LED-Beleuchtung umgestellt. Auch die Gebäudedämmung und der Ausbau von Photovoltaik (PV) stehen weit oben auf der Agenda.

Trotz dieser Erfolge gibt es Hürden. Während viele Betriebe bereits (teilweise) Strom aus erneuerbaren Quellen beziehen, bremsen bei der Wärmeversorgung oft unpassende Systemtemperaturen in Bestandsimmobilien oder komplexe Mietverhältnisse den Umstieg auf Wärmepumpen. Bei der Photovoltaik hindern oft statische Probleme oder verwinkelte Dachflächen die volle Ausschöpfung der Potenziale.

Brennpunkt Wirtschaftlichkeit: Gasheizung oder Wärmepumpe?

In den anschließenden Einzelgesprächen standen zwei Themen im Fokus: Die wirtschaftliche Verwertung von eigenem PV-Strom bspw. mit Power Purchasement Agreements (PPA) in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen sowie die Sinnhaftigkeit neuer Gasheizungen. In der Debatte mit den anwesenden Immobilienvertretern wurde deutlich: Der Einbau neuer Gasheizungen wird mit Blick auf die mittel- und langfristige Rentabilität kritisch gesehen. Steigende CO2-Preise und damit höhere Nebenkosten könnten künftig zulasten der Kaltmiete gehen – ein Risiko, das Vermieter und Unternehmen gleichermaßen betrifft.

Stadt Alzey als Impulsgeber und Partner

Klimaschutzmanager Marcel Klotz kündigte an, künftig regelmäßig über den Fortschritt der kommunalen Wärmeplanung zu berichten, um den Unternehmen zu zeigen, was diesbezüglich in Alzey erwartet werden kann. „Wir wollen als Stadtverwaltung nicht nur fordern, sondern durch Best-Practice-Beispiele unterstützen“, so Klotz.

Für kommende Netzwerktreffen sind praxisnahe Impulse zu folgenden Themen geplant:

  • Energie & Infrastruktur: Einblicke in die Konzession und Netzentwicklungsstrategie der EWR Netz GmbH.
  • Fördermittel: Wege zur gezielten und effizienten Fördermittelsuche für Betriebe.
  • Praxisbeispiele der Stadt: Von den „Lessons Learned“ bei der Mülltrennung über Konzepte zur Gebäudesanierung bis hin zum digitalen Energiemanagement.
    • Beispiel: In städtischen Gebäuden wie der Friedhofskapelle oder der Kita „Haus der Klänge“ setzt die Stadt bereits auf bedarfsorientierte Einzelraumregelungen der Temperaturen und die schnelle Erkennung von Leckagen (z. B. defekte Toilettenspülungen).

Vernetzung gewünscht

Das Interesse an energetischen Themen ist alleine aufgrund der Kostenthematik groß. Die Stadtverwaltung Alzey wird den Austausch künftig über direkte E-Mail-Kommunikation und das bewährte Format des Unternehmerfrühstücks vornehmen.

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