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Bereit für alle Fälle: Neuer Einsatzleitwagen für Alzeyer Feuerwehr und Gefahrstoffzug des Kreises offiziell in Dienst gestellt


Die Freiwillige Feuerwehr Alzey hat einen neuen Einsatzleitwagen (ELW 1). Das Allradfahrzeug auf Basis eines Mercedes-Sprinters ist zwar bereits seit einigen Wochen im Einsatz, doch nun folgte die offizielle Indienststellung. Die Kosten für das neue Führungsfahrzeug belaufen sich auf 274.000 Euro. Rund 40.000 Euro davon steuerte das Land Rheinland-Pfalz bei.

Das Fahrzeug wurde gemeinsam von der Stadtverwaltung Alzey und dem Landkreis Alzey-Worms beschafft. Der ELW wird sowohl als Führungsfahrzeug der Feuerwehr Alzey als auch des Gefahrstoffzuges des Landkreises eingesetzt. Durch diese abgestimmte Lösung muss der Landkreis kein eigenes Einsatzleitfahrzeug für den Gefahrstoffzug vorhalten. Dies ist ein Beispiel dafür, wie interkommunale Zusammenarbeit in der Praxis funktioniert und wie sich Kosten für Anschaffung, Wartung und Co. effektiv sparen lassen.

Bei der Indienststellung betont Bürgermeister Steffen Jung die Bedeutung der gemeinsamen Investition:  „274.000 Euro sind ohne Frage eine stattliche Summe. Umso dankbarer bin ich für die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis. Ein ebenso großer Dank geht an den Alzeyer Stadtrat, der die Anschaffung nicht infrage gestellt und die entsprechenden Mittel ohne Diskussion bereitgestellt hat.  Der größte Dank gilt aber denjenigen, die mit dem Fahrzeug in den Einsatz fahren. Mit ihnen steht und fällt das Ehrenamt Feuerwehr.“

Landrat Heiko Sippel verweist auf die technische Entwicklung der vergangenen Jahre: „Es ist immer ein besonderer Anlass, ein neues Einsatzfahrzeug in Dienst zu stellen. Ein Blick ins Innere zeigt, wie sehr sich die Technik inzwischen verändert hat. Der Vorgänger wurde 2004 für rund 90.000 Euro angeschafft. Heute sind nicht nur die Ausgaben höher, sondern auch die Ausstattung ist ganz anders.“

Moderne Kommunikations- und Führungstechnik, digitale Lagekarten sowie umfangreiche Funktechnik machen den ELW zu einer mobilen Schaltzentrale am Einsatzort. Neben der Kommandozentrale im Inneren des Sprinters gibt es auch einen abgetrennten kleinen Besprechungsraum. Das Fahrzeug ist dank Allrad und Spezial-Fahrwerken geländegängig. „Die Bedrohungslagen haben sich verändert. Überschwemmungen und Waldbrände sind realistischer geworden. Mit dem Allradantrieb bleiben wir auch dort mobil, wo größere Fahrzeuge an ihre Grenzen stoßen“, so Sippel. Im Landkreis sind mit Wörrstadt, Monsheim, Eich und Alzey nun insgesamt vier Einsatzleitwagen stationiert. „Damit sind wir für größere Schadenslagen im gesamten Landkreis gut aufgestellt.“


Man sieht die Menschen der Freiwillige Feuerwehr Alzey vor Ihrem neuen Einsatzleitwagen stehen.


Bei der Indienststellung unterstreicht Kreisfeuerwehrinspekteur Michael Matthes den praktischen Nutzen: „Wir brauchen vernünftige Technik, um unsere Arbeit gut machen zu können. Der neue ELW 1 ist deutlich leistungsfähiger als sein Vorgänger und in vielen Situationen flexibler als ein Einsatzleitwagen in LKW-Form. Während sich ein großes Fahrzeug festfährt, kommt der Allrad-Sprinter oft noch deutlich weiter.“ Sollte bei besonderen Lagen dennoch ein größerer Führungswagen benötigt werden, kann dieser bei Bedarf bei den Kollegen in Mainz angefordert werden. „So müssen wir nicht überall die gleiche Technik vorhalten und können unsere Mittel gezielt einsetzen.“

Der neue Einsatzleitwagen wird durch einen bereits bestellten Abrollbehälter „Besprechung“ ergänzt. Dieser bietet bei Großschadenslagen zusätzliche Möglichkeiten für Lagebesprechungen und Einsatzkoordination und stellt somit eine sinnvolle Ergänzung für den Katastrophenschutz im Landkreis dar.

Landrat Sippel betont: „Gemeinsam sind wir stärker. Diese Beschaffung zeigt, dass die interkommunale Zusammenarbeit hier gelingt. Auch die Verbandsgemeinden ziehen mit. Manche Fahrzeuge werden sogar über Kreisgrenzen hinweg beschafft. So stellen wir sicher, dass die Steuergelder sinnvoll eingesetzt werden. Wir nutzen unsere Einsatzmittel effizient, ohne Abstriche bei der Sicherheit zu machen.“

Zum Abschluss wünschten Bürgermeister Jung und Landrat Sippel den Einsatzkräften allzeit gute Fahrt – und vor allem, dass sie immer gesund von ihren Einsätzen im Dienst der Allgemeinheit zurückkehren.

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