Am Sonntag, dem 22. März 2026, wird der 19. Landtag von Rheinland-Pfalz gewählt. Mit der Erststimme entscheiden die Wählerinnen und Wähler über die Direktkandidatin bzw. den Direktkandidaten im Wahlkreis 34, mit der Zweitstimme über die Sitzverteilung der Parteien im Landtag. Der Landtag ist das oberste Organ der politischen Willensbildung im Land und wird alle fünf Jahre neu gewählt.
Damit die Stimmabgabe auch bequem von zu Hause aus möglich ist, hat das Briefwahlbüro der Stadt Alzey ab heute, Mittwoch, dem 18. Februar, in der Hellgasse 16 geöffnet. Beim Pressetermin am Morgen machte sich Bürgermeister Steffen Jung gemeinsam mit dem Wahlteam ein Bild vom Start.
Eingespieltes Team, klare Abläufe
Bereits vor der offiziellen Öffnung des Büros sind rund 1.000 Anträge auf Briefwahl eingegangen. Am Mittwochmorgen wurden bereits 600 bis 700 Anträge bearbeitet. Die Briefwahlunterlagen wurden entweder direkt mitgenommen oder werden in den kommenden Tagen in den Briefkästen der Antragsteller landen. „Ein guter Testlauf bisher – jetzt kann's richtig losgehen“, sagt Wahlorganisator Daniel Beiser.
Im Briefwahlbüro kümmern sich bis zu vier Personen um Anträge, die Ausgabe der Unterlagen und die Beantwortung von Fragen. Das Team wird von Auszubildenden sowie den ehemaligen Mitarbeiterinnen Monika Gomez und Gudrun Resch unterstützt. „Das ist ein eingespieltes Team, das weiß, was zu tun ist“, betont Jung. Gerade in den ersten Tagen und in der Woche vor der Wahl rechnet das Team mit besonders viel Andrang.
Für die Mitarbeitenden sind Wahlen inzwischen fast zur Routine geworden – in den vergangenen Jahren stand nahezu jährlich eine Abstimmung an. Im Vergleich zur vorgezogenen Bundestagswahl 2025 laufen die Vorbereitungen diesmal auch wieder deutlich entspannter. Damals waren die Fristen, insbesondere für Briefwählerinnen und Briefwähler, knapp. Diesmal bleiben bis zum Wahlsonntag vier bis fünf Wochen. „Das ist gut so“, sagt Beiser.
Trend zur Briefwahl
Denn der Trend zur Briefwahl ist seit Jahren ungebrochen. Auch in puncto Wahlbeteiligung sind die Alzeyerinnen und Alzeyer sehr engagiert. Bei der vergangenen Bundestagswahl lag die Wahlbeteiligung in Alzey über der 80-Prozent-Marke. „Die politische Lage mobilisiert“, vermutet Beiser. Und auch der Stadtchef sieht in der Briefwahl eine gute und bequeme Möglichkeit für Wählerinnen und Wähler, die die Beteiligung an den Wahlen erhöht. Ob das Kreuzchen am Küchentisch oder klassisch in der Wahlkabine gesetzt wird, ist dabei nebensächlich. Entscheidend ist, dass die Stimme abgegeben wird.
Ebenfalls positiv ist die Lage des Briefwahlbüros. Es befindet sich in der Außenstelle der Stadtverwaltung in der Hellgasse und liegt somit zentral in der Innenstadt. Wer möchte, kann die Unterlagen also direkt im Vorbeigehen mitnehmen oder vor Ort ausfüllen und den roten Wahlbrief gleich dalassen. Einfacher geht es kaum.
Öffnungszeiten des Briefwahlbüros
18. Februar bis 20. März 2026
- Montag bis Freitag: 8:00 bis 12:00 Uhr
- Montag bis Mittwoch zusätzlich: 14:00 bis 16:00 Uhr
- Donnerstag zusätzlich: 14:00 bis 18:00 Uhr
- Freitag, 20. März 2026 zusätzlich: 14:00 bis 18:00 Uhr
Wichtig: Ab etwa einer Woche vor der Wahl, also ab dem 15. März, empfiehlt das Team, die Unterlagen direkt im Briefwahlbüro abzuholen und dort abzugeben. Denn dann wird die Postlaufzeit zum Thema. Spätestens am Wahltag um 18 Uhr muss der Wahlbrief bei der Stadtverwaltung eingegangen sein. Stimmen, die danach eingehen, können nicht mehr gezählt werden.
So können Briefwahlunterlagen beantragt werden
- schriftlich über den Antrag auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung oder per Brief
- online über „Oliwa“ (QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung oder direkt über den angegebenen Link)
- per Fax an 06731 495-9207
- per E-Mail an Briefwahl@alzey.de
Eine Beantragung per Telefon ist nicht möglich.
Bei der persönlichen Antragstellung bitte die Wahlbenachrichtigung und/oder einen Ausweis mitbringen. Wer per E-Mail beantragt, sollte seinen Familiennamen, seine Vornamen, sein Geburtsdatum und seine vollständige Anschrift angeben – idealerweise auch seine Wahlbezirks- und Wählerverzeichnisnummer.
Die Unterlagen werden grundsätzlich an die Wohnanschrift geschickt, auf Wunsch auch an eine abweichende Adresse.
Der ausgefüllte Wahlbrief kann unfrankiert zurückgesendet oder direkt in den Briefkasten der Stadtverwaltung (Ernst-Ludwig-Straße 42) eingeworfen werden.
Fragen beantwortet das Wahlteam telefonisch unter 06731 495-201, -211 oder -202 sowie per E-Mail an wahlen@alzey.de.
Das Briefwahlbüro ist startklar – jetzt liegt es an den Wählerinnen und Wählern.

