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Gemeinsam sicher zur Schule: Alzey zieht Bilanz nach der ersten BiciBus-Aktion


Pünktlich zum Ende des diesjährigen STADTRADELN-Aktionszeitraums ziehen die Projektbeteiligten Bilanz über ein besonderes Pilotprojekt: An den vergangenen drei Aktionsmontagen rollte erstmals der „Fahrrad-Bus“ (BiciBus) durch das Alzeyer Stadtgebiet und das Umland. Das gemeinsame Ziel der Stadtverwaltung, engagierter Lehrkräfte sowie ehrenamtlicher Unterstützer des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) war es, Schülerinnen und Schülern einen sicheren, begleiteten und klimafreundlichen Weg zur Schule zu bieten. Die Bilanz des Organisationsteams fällt gemischt, aber zukunftsorientiert aus: Während die Logistik und die Zusammenarbeit der Akteure hervorragend funktionierten, blieb die direkte Resonanz der Schülerschaft aus.

Hervorragende Zusammenarbeit der Ehrenamtlichen

Besonders positiv hebt das städtische Klimaschutzmanagement die Zuverlässigkeit und das Engagement aller Beteiligten hervor. Auf den Routen – unter anderem von Albig nach Alzey – standen an jedem Aktionstag Lehrer wie Philipp Meisinger, Simon Paeseler sowie die ADFC-Freiwilligen Martina Tarhri, Ralf Karkowski und Markus Kirchhöfer bereit, um die „Buslinien“ zu begleiten und abzusichern. Unterstützt wurden sie dabei zeitweise von weiteren Lehrkräften und Freiwilligen.

„Es war großartig zu sehen, wie alle Beteiligten an einem Strang gezogen haben, um das STADTRADELN in Alzey mit dieser Aktion aufzuwerten. Die Absprachen saßen und an den Treffpunkten war die Begleitung durch den ADFC immer wie verabredet zur Stelle“, hält Philipp Meisinger, engagierte Lehrkraft des Gymnasiums am Römerkastell in Alzey fest.

Schüler nutzen Angebot noch nicht – Ursachenforschung läuft

Trotz intensiver Werbemaßnahmen im Vorfeld – darunter Direktmails an die Schülerschaft, Hinweise in den pädagogischen Netzwerken der Schulen sowie die Auslobung von Anreizen wie Eisgutscheinen – verzeichneten die Initiatoren auf den Linien leider keine größere Anzahl mitfahrender Schülerinnen und Schüler. Zwar passierten viele Jugendliche auf eigene Faust die Routen in Richtung der Alzeyer Schulen, der Anschluss an die geführten Verbände blieb jedoch aus. Als potenzielle Gründe wurden unter anderem zu späte Abfahrtszeiten (07:30 Uhr) für manche Schulbeginne identifiziert.

Zudem zeigte die Praxis, wie wichtig die Verkehrssicherheit im dichten Berufsverkehr ist. Die am Test beteiligten Radfahrer des ADFC machten auf den Schutzstreifen, wie etwa in der Nibelungenstraße, wiederholt die Erfahrung, dass sie zu dicht überholt wurden. Dies ist oft auf die Unkenntnis der Autofahrer über die Funktion von Schutzstreifen zurückzuführen. Ein Schutzstreifen zeigt nicht den Überholabstand zu Radfahrern an, sondern es ist stets ein Abstand von 1,5 m zu den überholten Rädern zu wahren. 

Neuer Anlauf zum Schuljahresbeginn denkbar: Fokus auf die fünften Klassen

Aufgeben kommt für das engagierte Team jedoch nicht in Frage. Das Bündnis aus Lehrerschaft, ADFC und Stadt sieht im BiciBus weiterhin eine wichtige und zukunftsweisende Aktion für eine menschenfreundliche, sichere Mobilität in Alzey. 

Bereits jetzt ist im ADFC die Idee gereift, die Aktion im neuen Schuljahr gezielt zu wiederholen. Der Fokus soll dabei strategisch auf den ersten Schulwochen liegen, um insbesondere den neuen Fünftklässlern und deren Eltern direkt beim Wechsel an die weiterführenden Schulen einen sicheren Einstieg in den Radverkehr zu ermöglichen. Die Vorbereitungen hierfür sollen frühzeitiger anlaufen, um die Eltern rechtzeitig zu erreichen und die Schülerschaft direkter zu motivieren.

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