Auf dem Bild sieht man den Weg zwischen zwei Weinreben rechts und links.

Schafhausen

Stadtteil Schafhausen

Das Wappen von Alzey-Schafhausen

Östlich von Alzey, etwa 3 km von der Kernstadt entfernt, liegt der Stadtteil Schafhausen, der seit den ältesten Zeiten zu Alzey gehört. Urkundlich wird der Ort schon im Jahre 897 unter dem Namen "Schafhausen" erwähnt.

Kaiser Arnulf schenkte damals unter anderem den Zehnten zu Schafhausen der Domkirche zu Worms. Wahrscheinlich unter Pfalzgraf Konrad, der Vogt der Wormser Kirche war, kam dieser Zehnte an die Pfalzgrafschaft und war in der Folgezeit ein Zubehör des Alzeyer Truchsessenamtes. Es ist anzunehmen, dass sich die Truchsessen von Alzey in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wesentliche Teile des ehemaligen königlichen Sallandes zu Schafhausen aneigneten und es hernach dem Kloster Weidas schenkten.

"Weinbaugemeinde", so nennt sich Alzeys ältester Stadtteil heute mit Fug und Recht, denn schon seit Generationen spielt hier der Weinbau eine dominierende Rolle. Besonders in den letzten Jahren erreichte er eine Vielseitigkeit und Qualität, die jedem Vergleich standhalten und durch die Verleihung von zahlreichen Ehrenpreisen entsprechende Anerkennung fanden. In gemütlich eingerichteten Weinprobierstuben bieten die Schafhäuser Winzer gerne die Gelegenheit, ihre Erzeugnisse näher kennen zu lernen.

  • Geschmiedet, gebogen, gedengelt: Schafhausen schafft sich ein neues Ortsschild

    Es gibt Projekte, die ein Dorf zusammenschweißen. In Schafhausen war es ein Ortsschild. Und der Weg dorthin war mindestens so schön wie das Ergebnis.

    Die Idee zu dem neuen Blickfänger am Ortseingang hatte Evgenija Wisner, Mitglied des Ortsbeirats. Ihr Anliegen: etwas für den Ort machen – aber eben mit dem Ort, nicht nur für ihn. Die Idee eines neuen Ortsschilds, das im Zuge eines Gemeinschaftsprojekts selbst gestaltet werden soll, kam beim Ortsbeirat gut an. Und so wurde aus einer Idee ein echtes Gemeinschaftsprojekt.

    An einem Maiwochenende war es dann so weit. Rund zehn Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 17 Jahren griffen selbst zu Hammer und Zange. Es wurde geschmiedet, gebogen und gedengelt, was das Zeug hält. Begleitet wurden sie dabei von Joachim Harbut, der mit seiner „Zauberschmiede" in Armsheim nicht nur handwerkliches Können, sondern auch echte Begeisterung mitbrachte. Umrahmt wurde der Tag von einem gemeinsamen Grillfest – weil ein solches Projekt natürlich auch gebührend gefeiert werden will.

    Die Feinarbeiten vollendete Harbut anschließend in seiner Armsheimer Werkstatt. Aus vielen geschmiedeten Einzelteilen wuchs dabei ein unverwechselbares Kunstwerk zusammen. Eines, das nun am Ortseingang von Schafhausen steht und jedem Ankommenden zeigt: Hier ist ein Dorf, das weiß, was es kann.

    Was dieses Projekt besonders macht: Die Jüngsten im Dorf haben nicht nur mitgemacht. Sie haben aktiv mitgestaltet, ihre Ideen eingebracht und selbst zu Hammer und Amboss gegriffen. Kurzum: Das Schild gehört nicht nur dem Stadtteil, sondern vor allem auch ihnen – weil sie selbst daran Hand angelegt haben. Und das spüren die Schafhäuserinnen und Schafhäuser offenbar: Das Feedback aus dem Dorf ist rundum positiv, wie Wisner erklärt.

    Ortsvorsteherin Petra Sieker bringt es auf den Punkt: „Die Aktion zeigt eindrucksvoll, was eine engagierte Dorfgemeinschaft gemeinsam erreichen kann." Auch Bürgermeister Steffen Jung dankt den Schafhäuserinnen und Schafhäusern für diesen Einsatz: „Gemeinsam und mit viel Einsatz ist in Alzeys kleinstem Stadtteil etwas entstanden, das Bestand hat und Identität stiftet. Ein besonderer Dank gilt Evi Wisner – ohne ihre Idee und ihr Engagement von der Planung bis zur Umsetzung wäre dieses Stück Schafhäuser Dorfgeschichte nicht entstanden", so Bürgermeister Steffen Jung.

  • Das Wappen

    Das Wappen von Alzey-Schafhausen

    Das Schild ist geteilt und unten gespalten.

    Oben in Schwarz der wachsende rot-gekrönte und rot-bewehrte goldene Pfälzer Löwe. Unten links in blau der goldene Hirte hinter liegendem silbernen Schaf auf grüner Wiese.

    Unten rechts in gold eine grüne Rebe mit einer grünen Traube. Der Pfälzer Löwe als Hinweis auf die Stadt Alzey. Der Hirte mit Schaf in Bezug auf die Ortssage. Die Weintraube wegen überwiegendem Weinnbau.

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