Die Freibadsaison 2026 im Wartbergbad Alzey ist in ihrer letzten Runde. Am Winzerfestfreitag, dem 18. September, rollt das Betriebsteam traditionell ein letztes Mal die Planen von den Becken und zieht damit auch gleich den Schlussstrich unter eine außergewöhnlich starke Saison. Knapp 80.000 Besucherinnen und Besucher haben in diesem Sommer den Weg ins Wartbergbad gefunden. Das sind gut 13.000 mehr als im Vorjahr und damit ein Zuwachs von über 20 Prozent.
Die Zahlen sprechen für sich: Von Mai bis August zählte das Wartbergbad insgesamt 75.768 Gäste – und damit deutlich mehr als die 62.430 der Saison 2025. Rechnet man die noch laufenden Septembertage bis zum 18. hinzu, wird die Marke von 80.000 Gästen erreicht.
Starker Mai und Juli machen den Unterschied
Der Blick auf die Monatswerte zeigt, wo die Saison 2026 besonders glänzte: Im Mai kamen 11.410 Gäste – mehr als doppelt so viele wie im Mai 2025, als lediglich 5.515 Besucherinnen und Besucher gezählt wurden. Auch der Juli legte deutlich zu: 2026 waren es 20.310 Gäste, 2025 nur 13.802. Der bereits starke Juni – traditionell der besucherreichste Monat – wurde mit 25.499 Gästen noch einmal leicht übertroffen (Vorjahr: 24.268). Der August blieb mit 18.549 Besucherinnen und Besuchern auf ähnlichem Niveau wie 2025 (18.845).
Der besucherstärkste Einzeltag der Saison war übrigens der 21. Juni mit 2.554 Gästen.
„Bestes Freibadwetter, keine großen Zwischenfälle und ein hochmotiviertes Personal – das sind für mich die drei Dinge, die diese Saison ausgezeichnet haben", sagt Falk Schuler, Geschäftsführer des Wartbergbads, mit Blick auf die Zahlen.
Volle Becken, volle Arbeitstage
So erfreulich die Besucherzahlen sind – volle Becken bedeuten hinter den Kulissen für das Team spürbar mehr Aufwand. „Die langanhaltende Schönwetterlage hat uns einerseits ein hohes Besucheraufkommen beschert, andererseits aber auch dafür gesorgt, dass das Personal immer wieder an die Grenze des Machbaren stieß", berichtet Schuler. Dabei geht es nicht allein um die Beckenaufsicht: Auch Wartung der Technik und Hygienekontrollen zur Sicherstellung der Wasserqualität forderten das Team im Alzeyer Freibad in diesem Sommer in besonderem Maße. Erst recht, da dem Betrieb in dieser Saison zwei erfahrene Stammkräfte fehlten. „Vor diesem Hintergrund sind wir besonders stolz darauf, dass die Saison ohne schwerwiegende Zwischenfälle über die Bühne ging", so Schuler, der der Mannschaft ausdrücklich für ihren Einsatz dankt.
Auch die technischen Anlagen wurden stärker beansprucht als üblich. Schwimmmeister Ingo Boos berichtet: „Aufgrund der hohen Besucherzahlen mussten wir öfter die Filter spülen als gewohnt. Auch der Chlorverbrauch ist angestiegen." Die Wasserqualität erfüllte dabei stets die gesetzlichen Anforderungen. Die Kapazitätsgrenze von rund 3.500 gleichzeitig anwesenden Personen – aus hygienischen Gründen vorgeschrieben – wurde zu keinem Zeitpunkt erreicht. Abweisungen von Badegästen gab es nicht.
Neue Rutsche, neue Ära
Wenn am Winzerfestfreitag das Rolltor zum letzten Mal fällt, wird es im Wartbergbad dennoch nicht ruhiger. Im Gegenteil. Zum Saisonstart 2027 erwartet die Gäste eine neue Rutsche: Edelstahl statt Kunststoff, dazu ein Zeitmesser. Und die größere Veränderung zeichnet sich bereits am Horizont ab: Unmittelbar nach der Freibadsaison 2027 sollen die Bauarbeiten für die neue Schwimmhalle beginnen. Die moderne 25-Meter-Anlage soll bis zum Beginn der Freibadsaison 2030 weitestgehend fertiggestellt sein. Es ist ein Generationenprojekt, das das Wartbergbad auf Jahrzehnte fit für die Zukunft macht.
„Wir freuen uns deshalb schon jetzt auf den Saisonstart 2027 – und noch mehr auf alles, was danach kommt", sagt Falk Schuler. Auch Bürgermeister Steffen Jung blickt mit Stolz auf die Saison zurück und mit Vorfreude nach vorn: „2027 genießen wir noch einmal eine vollständige Badesaison mit neuer Rutsche im Wartbergbad. Und dann freuen wir uns auf das, was danach kommt: den Neubau der Schwimmhalle und einen modernen Sanitärtrakt. Beides zusammen wird das Wartbergbad so aufstellen, wie es Alzey verdient: zukunftsfähig, attraktiv und für alle."
Digital dabei bleiben
Wer auch in der Winterpause nicht ohne das Freibad kann, findet das Wartbergbad online: auf Facebook sowie seit November 2025 auf Instagram. Dort gibt es Einblicke hinter die Kulissen, Informationen zu Baufortschritten an Rutsche und Co. und alles Wissenswerte rund um die nächste Saison. „Wir möchten die Menschen auch während der Pause mitnehmen und zeigen, was hinter den Kulissen des Wartbergbads passiert", sagt Falk Schuler.

