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Mobilität

Wie kommen wir morgen voran? Hochschule Darmstadt sucht Gesprächspartner aus Alzey


Wer morgens ins Auto steigt, tut das meistens ohne lange nachzudenken. Der Weg zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Arzt – er ist so, wie er immer war. Doch manchmal gibt es Momente, in denen sich etwas verändert: die Spritpreise steigen, ein neues Ticketangebot für den ÖPNV kommt oder eine Buslinie wird gestrichen. Was passiert dann? Was denken Menschen in der Region? Und was probieren sie aus?

Genau das will Janis Nold herausfinden. Der Doktorand an der Hochschule Darmstadt führt im Rahmen seiner Promotion eine Interviewstudie zur Alltagsmobilität im ländlichen Raum durch. Alzey ist neben Eppelsheim und Wallertheim einer von drei Orten im Landkreis Alzey-Worms, in denen die Studie stattfindet. Als Mittelzentrum mit Bahnanschluss und einer vergleichsweise breiten Verkehrsinfrastruktur ist Alzey dabei der Ort mit den vielfältigsten Ausgangsbedingungen.

Sechs bis acht Alzeyer Stimmen gesucht

Für die Interviews werden sechs bis acht Alzeyerinnen und Alzeyer ab 18 Jahren gesucht, die in einem rund 45-minütigen Gespräch von ihrem Mobilitätsalltag berichten. Es geht dabei ausdrücklich nicht um eine Bewertung kommunaler Verkehrspolitik. Wer täglich mit dem Auto unterwegs ist und gar nicht daran denkt, das zu ändern, ist genauso willkommen wie jemand, der das Deutschlandticket in der Tasche hat und den Bus schon längst dem Auto vorzieht.

Die Gespräche finden im Zeitraum Oktober 2026 bis Februar 2027 statt . Wahlweise bei den Teilnehmenden zu Hause, an einem Ort ihrer Wahl oder online über das Videokonferenzsystem der Hochschule. Die Teilnahme ist freiwillig und anonym: Tonaufnahmen erfolgen nur mit schriftlicher Einwilligung, Transkripte werden pseudonymisiert, Namen und Ortsangaben entfernt. Die Ethikkommission der Hochschule Darmstadt hat das Vorhaben geprüft und befürwortet. Für die Stadt Alzey entstehen keinerlei Kosten. Interessierte melden sich direkt bei der Studienleitung.

„Mobilität ist in Alzey kein Randthema"

„Mobilität ist für uns in Alzey eines der zentralen Alltagsthemen. Es betrifft die Stadtteile genauso wie die Innenstadt. Wir reden über Radwege, über Busverbindungen, über Parken, über die Frage, wie wir als Stadt erreichbar bleiben und gleichzeitig weniger Verkehr produzieren. Ich freue mich deshalb sehr, dass die Hochschule Darmstadt genau hier forscht – in unserer Stadt, mit unseren Menschen.

Was mich an dieser Studie besonders überzeugt: Sie fragt nicht, was Verkehrsplaner denken, sondern was Alzeyerinnen und Alzeyer wirklich erleben. Ob die Abschaffung einer Buslinie den Alltag auf den Kopf gestellt hat. Ob das Deutschlandticket etwas verändert hat. Oder ob das Auto schlicht unverzichtbar bleibt und warum. Diese Perspektive ist wertvoll. Ich hoffe, dass wir am Ende auch Erkenntnisse gewinnen, die uns bei der Weiterentwicklung unserer Mobilitätsstrategie helfen. Deshalb rufe ich ausdrücklich dazu auf: Melden Sie sich und nehmen Sie Teil. Ihre Erfahrungen zählen."

So können Sie mitmachen:

Wer Interesse hat, kann sich direkt bei Studienleiter Janis Nold melden:

Nach Abschluss der Auswertung stellt Janis Nold der Stadt Alzey eine allgemein verständliche Zusammenfassung der Ergebnisse zur Verfügung.

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