Es gibt Projekte, die ein Dorf zusammenschweißen. In Schafhausen war es ein Ortsschild. Und der Weg dorthin war mindestens so schön wie das Ergebnis.
Die Idee zu dem neuen Blickfänger am Ortseingang hatte Evgenija Wisner, Mitglied des Ortsbeirats. Ihr Anliegen: etwas für den Ort machen – aber eben mit dem Ort, nicht nur für ihn. Die Idee eines neuen Ortsschilds, das im Zuge eines Gemeinschaftsprojekts selbst gestaltet werden soll, kam beim Ortsbeirat gut an. Und so wurde aus einer Idee ein echtes Gemeinschaftsprojekt.
Feuer, Hammer und Grillgeruch
An einem Maiwochenende war es dann so weit. Rund zehn Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 17 Jahren griffen selbst zu Hammer und Zange. Es wurde geschmiedet, gebogen und gedengelt, was das Zeug hält. Begleitet wurden sie dabei von Joachim Harbut, der mit seiner „Zauberschmiede" in Armsheim nicht nur handwerkliches Können, sondern auch echte Begeisterung mitbrachte. Umrahmt wurde der Tag von einem gemeinsamen Grillfest – weil ein solches Projekt natürlich auch gebührend gefeiert werden will.
© Evgenija Wisner
© Evgenija Wisner
© Evgenija Wisner
© Evgenija Wisner
© Evgenija Wisner
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© Evgenija Wisner
Die Feinarbeiten vollendete Harbut anschließend in seiner Armsheimer Werkstatt. Aus vielen geschmiedeten Einzelteilen wuchs dabei ein unverwechselbares Kunstwerk zusammen. Eines, das nun am Ortseingang von Schafhausen steht und jedem Ankommenden zeigt: Hier ist ein Dorf, das weiß, was es kann.
Identifikation von Anfang an
Was dieses Projekt besonders macht: Die Jüngsten im Dorf haben nicht nur mitgemacht. Sie haben aktiv mitgestaltet, ihre Ideen eingebracht und selbst zu Hammer und Amboss gegriffen. Kurzum: Das Schild gehört nicht nur dem Stadtteil, sondern vor allem auch ihnen – weil sie selbst daran Hand angelegt haben. Und das spüren die Schafhäuserinnen und Schafhäuser offenbar: Das Feedback aus dem Dorf ist rundum positiv, wie Wisner erklärt.
Ortsvorsteherin Petra Sieker bringt es auf den Punkt: „Die Aktion zeigt eindrucksvoll, was eine engagierte Dorfgemeinschaft gemeinsam erreichen kann." Auch Bürgermeister Steffen Jung dankt den Schafhäuserinnen und Schafhäusern für diesen Einsatz: „Gemeinsam und mit viel Einsatz ist in Alzeys kleinstem Stadtteil etwas entstanden, das Bestand hat und Identität stiftet. Ein besonderer Dank gilt Evi Wisner – ohne ihre Idee und ihr Engagement von der Planung bis zur Umsetzung wäre dieses Stück Schafhäuser Dorfgeschichte nicht entstanden", so Bürgermeister Steffen Jung.

