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Alzey in der Weimarer Republik: Stadtgeschichte hautnah erleben am 4. September


Die Weimarer Republik war eine der spannendsten und widersprüchlichsten Epochen der deutschen Geschichte – und Alzey mittendrin. Der Kulturverein Alzey und Umgebung e.V. lädt ein: Am Freitag, dem 4. September 2026 um 17 Uhr führt der Historiker und Autor Volker Gallé durch das Alzey der Jahre 1918 bis 1933 – und macht Stadtgeschichte dabei buchstäblich erlebbar.

Unter dem Titel „Weimarer Republik in Alzey 1918 bis 1933" nimmt der Rundgang die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit auf einen Gang durch eine Zeit voller Umbrüche, politischer Debatten und gesellschaftlicher Vielfalt. Startpunkt ist der Obermarkt.

Vom Arbeiterrat bis zum Tempolimit

Was viele nicht wissen: Auch Alzey hatte nach dem Ende des Ersten Weltkriegs einen Arbeiter- und Soldatenrat. Genossenschaftliches Wirtschaften blühte im Consum-Verein, die hessische Koalition aus SPD, DDP und Zentrum versuchte die junge Demokratie zu stabilisieren und gleichzeitig stritt man in der Innenstadt darüber, ob Autos eigentlich Tempolimits brauchen.

Doch der Rundgang beleuchtet noch mehr: das Selbstverständnis der Alzeyer Juden als Deutsche, das pulsierende Kino- und Kulturleben der 1920er Jahre, die Alzeyer Zeitungen als Spiegel der Zeit – und die 650-Jahrfeier der Stadt. Auch die unterschiedliche Rolle der NSDAP in Stadt und Landkreis kommt zur Sprache.

Begleitbroschüre inklusive

Am Ende des Rundgangs erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine eigens erstellte Begleitbroschüre zum Mitnehmen. Die Teilnahme kostet 5 Euro pro Person. Aus Planungsgründen ist eine Anmeldung erforderlich per E-Mail an galle.volker@t-online.de.

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