Es ist eines der längeren Stadtentwicklungsthemen in Alzey. Und es nähert sich jetzt seiner Auflösung: An der Ecke Friedrichstraße/Spießgasse entsteht ein neues Parkhaus mit 245 Stellplätzen. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Klimaschutz am 29. Oktober stellte der beauftragte Investor seine konkreten Pläne vor.
Modernes Parkhaus mit Blick nach vorne
Entstehen soll ein Systemparkhaus in offener Stahlskelettkonstruktion mit natürlicher Querlüftung in kompakter Bauweise. Mit elf Halbgeschossen entstehen so möglichst viele Parkplätze auf begrenztem Raum. Die Zu- und Ausfahrt bleibt weiterhin über die Friedrichstraße. Rund 70 Prozent der Plätze sind als Dauerparkplätze vorgesehen, 30 Prozent für Kurzzeitparker. Behindertengerechte Stellplätze sind genauso selbstverständlich fest eingeplant wie Mutter-Kind- und Frauenparkplätze.
Das Parkhaus ist dabei konsequent auf die Zukunft ausgerichtet: Neun Ladepunkte für Elektroautos sind von Beginn an eingebaut. Die Leitungsinfrastruktur wird so angelegt, dass bis zu 82 weitere Stellplätze nachgerüstet werden können. Hinzu kommt eine Fahrradgarage, die unter anderem mit 14 E-Bike-Ladesteckdosen ausgesatttet ist, was das Mobilitätsangebot zusätzlich erweitert. Die gesamte Parkraumbewirtschaftung läuft vollständig digital: Kennzeichenerkennung und modernes Kassensystem übernehmen die Abwicklung. Auch eine Paketstation wäre im Parkhaus integrierbar, sofern ein entsprechendes Interesse besteht.
Den Zuschlag im Vergabeverfahren hat die TIMBRA Holding GmbH aus Worms erhalten – ein erfahrener Projektentwickler mit über 25 Jahren Expertise, der im Rahmen der Erschließungsgesellschaft Alzey (EGA) bereits bei der Entwicklung der IG-Ost-Erweiterung beteiligt war. Die TIMBRA plant und baut das Parkhaus. Nach der Fertigstellung wird es durch die Stadt Alzey angemietet und bewirtschaftet.
Zeitplan: Bau 2027, Fertigstellung Anfang 2028
Lange warten müssen Alzeyerinnen und Alzeyer sowie Pendlerinnen und Pendler nicht mehr auf die neuen Parkplätze. Der Baubeginn ist bereits für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Bis Frühjahr 2028 soll das Gebäude fertiggestellt sein.
Bürgermeister Steffen Jung zeigte sich erleichtert und zufrieden: „Es ist ein Projekt, das uns seit vielen Jahren begleitet und das wir uns an dieser Stelle schon lange wünschen. Zunehmender Pendlerverkehr und steigender Parkdruck in der Innenstadt machen diesen Schritt unverzichtbar. In dieser Bewertung war sich auch der Stadtrat mit großer Mehrheit einig" Und weiter: „Mit TIMBRA als Investor hat ein Unternehmen den Zuschlag bekommen, auf den man sich verlassen kann. Was auf der Schotterfläche in der Friedrichstraße entsteht, ist ein Gebäude, das die Anforderungen an ein modernes Parkhaus erfüllt und das Auto nicht allein in den Fokus stellt, sondern das Thema Mobilität weiterdenkt."



