Pferd und Brunnen auf dem Alzeyer Roßmarkt
Pferd und Brunnen auf dem Alzeyer Roßmarkt
 
 
Pferd und Brunnen auf dem Alzeyer Roßmarkt
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Donnerstag, 06 Mai 2021 02:17 Uhr
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Neubau Steinhalle

Das Museum Alzey erhält einen Anbau, in dem die bedeutenden römischen Steindenkmälern der Stadt untergebracht und Gästen zugänglich gemacht werden.

Der Bau der sog. Steinhalle sowie ergänzende Maßnahmen im Museum, der Tourist Information und im Außenbereich des Museums werden vom Land und er europäischen Union (EFRE-Fördergelder) gefördert.

Der Baufortschritt auf dem Areal zwischen dem Parkdeck der Tiefgarage und der Hospitalstraße wir hier dokumentiert.

Zeichnung Grundriss Steinhallezoom
Graphische Zeichnung, Blick auf die Steinhalle von Nordenzoom
 

1. Quartal 2021

Januar

Alles muss weg: Schaukästen, Fahrradabstellanlage, Bänke, Mülleimer und sogar der Briefkasten der Royal Mail (ein Geschenk aus der Partnerstadt Harpenden), damit die Abbrucharbeiten am Treppenturm beginnen können.

Royal Mail Briefkasten wird entferntzoom
entfernte Schaukästenzoom
Treppenturm des Museums zoom
 

Unsere Fenster werden geschlossen, damit kein Staub von den Abbrucharbeiten ins Gebäude kommt.

Museum von Außen, abgeklebte Fensterzoom
Tourist Information von innen, Fenster abgeklebtzoom
 

Februar

Es wird gebaggert!

Bagger beim Aushebenzoom
Aufgestellter Bauzaunzoom
 

Systematisch wird der ehemalige Treppenturm des Museums zurückgebaut.

Rückbau des Dachs vom Treppenturm des Musuemszoom
Zurückgebautes Dach von Treppenturm, im Vordergrund Nottreppe am Gebäudezoom
 


 

März

Die Abbrucharbeiten sind abgeschlossen.

Ansicht der geräumten Baustelle aus der Hospitalstraße
Freier Blick von Hospitalstraße auf Café Selzgold
 
Blick auf den historischen Museumsbau aus Westen, geräumte Baustelle im Vordergrund
Blick auf den historischen Museumsbau aus Westen, Gehweg im Vordergrund
 

2. Quartal 2021

Ende März/Anfang April

Der Bau der Steinhalle gerät ins Stocken: Ergebnisse aus den vergaberechtskonformen Ausschreibungen für die Gewerke "Rohbau" und "Dacharbeiten" werden in Kürze erwartet.

3. Quartal 2021

4. Quartal 2021

Eine neue Steinhalle für Alzeys gewichtige Römerfunde – Teil 1

Seit langem gehört die römische Vergangenheit zum Selbstver­ständnis Alzeys. Und sie bestimm­te auch die Außenwahrnehmung der Stadt und damit die Fremdzu­schreibungen. So wurde Alzey bereits Anfang des 17. Jahr­hunderts in der Topographia Germaniae als eine „berümbte Statt in der Pfaltz“ vorgestellt, die „allbereyt zu der Römer Zeit solle gestanden“ haben.

Zahlreiche in Alzey getätigte Funde römischer Altertümer bestätigten diese Vermutung, so dass im 18. Jahrhundert die „Römer-Zeit“ mehr und mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit rückte und die historische Wert­schätzung der Stadt beförderte. In besonderer Weise identitäts­stiftend wirkte der Fund des Nymphenaltars im Jahr 1783.

In Stein gemeißelt verknüpfte er das neuzeitliche Alzey fest mit seiner gallorömischen Vergangen­heit. Im Namen der Stadt klang nicht nur das römische Altiaia nach, Alzeys Bürgerschaft hatte in den VICANI ALTIAIENSES auch ihr römerzeitliches Pendant.

Die Bedeutung dieses Fundes wusste auch der leitende Beamte des kurpfälzischen Oberamtes Alzey zu schätzen, der den Nymphenaltar in seine Privat­sammlung römischer Altertümer übernahm. Der als „steinerne Geburtsurkunde Alzeys“ bezeich­nete Altarstein stand fortan als besonderes Stück im Burggrafiat – „wertvoll für den obersten Behördenleiter, der sich hier der ältesten Urkunde erfreute, auf der sich der Name seines Oberamtes eingemeißelt vorfand, ein Status­symbol, dessen sich kein anderer rühmen konnte“ (E. Berlet).

100 Jahre später, 1887, wurde der Nymphenaltar nach Worms in das damalige Paulus-Museum ver­bracht, nachdem er über Jahr­zehnte hinweg von Blattwerk grün umrankt seinen Platz in einem Garten in der Flonheimer Straße gefunden hatte. Offensichtlich war in Alzey die „Schwärmerei“ für römische Altertümer, die der Kulturhistoriker Wilhelm Heinrich Riehl noch Mitte des 19. Jahr­hunderts als „provinziell charakte­ristisch für das linke Ufer des Oberrheins“ herausstellte, abgeklungen. Unter romantischem Vorzeichen hatte sich auch hier stattdessen das Mittelalter zur „nationalen Leidenschaft“ ent­wickelt. Und mit dem Nibelungen­heros Volker besaß man vor Ort eine mittelalterliche Heldengestalt par excellence.

Aber schon um die Wende zum 20. Jahrhundert waren es erneut die Römer, die in das Zentrum des historischen Interesses in Alzey rückten. Ein wesentlicher Grund hierfür war der fundträchtige Boden.

Immer wieder offenbarte er neue römische Altertümer: Münzen, Metall-, Glas- oder Keramikfunde sowie Fragmente von Stein­skulpturen. Insbesondere der Gärtnerspaten der Familie Braun, des Vaters Adam wie des Sohnes Jean, holte viele ans Tageslicht. Geradezu zu einem „Mittelpunkt der Römerforschung“ entwickelte sich damals der Garten von Jean Braun (1857-1936).

Die dort ausgestellte Sammlung römerzeitlicher Funde wurde zu einem Treffpunkt von Archäologen und Altertumsfreunden der Re­gion, bevor sie 1906 als Mitgift für die Gründung eines Museums an den Altertumsverein, dem dama­ligen Verein für vaterländische Natur- und Altertumskunde, ging.

Doch überregionale Beachtung erlangte das römische Alzey erst wieder durch einen spektakulären Neufund im Jahr 1929. Eine Grabung, die der Altertumsverein auf einem an der Römerstraße gelegenen Grundstück initiierte, führte zu dem 1929 und 1931 unter Leitung des Denkmal­pflegers Prof. Behn geborgenen Spolienfund. Im Fundament eines Großbaus des Römerkastells fanden sich mehr als 20 Altar- bzw. Weihesteine, Teile von insgesamt neun Jupitersäulen und die Sockel zweier Herkulesstatuen. Hinzu kamen Architekturfragmente.

Noch heute zählt dieser Fund nach der Einschätzung des Archäologen Ernst Künzl vom RGZM, was die Zahl und Qualität der Objekte betrifft, „zu den respektablen Spolienfunden aus deutschem Boden“.

Bereits 1931 konnten die Groß­plastiken der Öffentlichkeit zu­gänglich gemacht werden. Als „Steinhalle“ diente ein provi­sorisch hergerichteter Raum im Areal der ehemaligen Brauerei Neidlinger („Prinz Emil“) am Glockenturmweg. Hier wie im damaligen Museum im Burggrafiat zeigte sich Alzey als Römerstadt.

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